Maschinen
für die Nahrungsmittelindustrie
Düsseldorf . Deutschland ![]()
Kartoffelchips,
Produktbeschreibung DefinitionChips sind dünne Kartoffelscheiben,
die in heißem Öl schwimmend frittiert werden. Die rohen
Kartoffelscheiben werden so lange frittiert, bis sie einen
Feuchtigkeitsgehalt von ca. 2 % erreicht haben. Qualitätsbestimmende Faktoren:
Die Farbe wird durch den Gehalt der
Kartoffeln an reduzierenden Zuckern bestimmt. Kartoffeln mit
einem niedrigen Gehalt an reduzierenden Zuckern ergeben eine
ansehnliche, goldgelbe Qualität. Dunkelbraune Chips erhält
man dann, wenn der Gehalt an reduzierenden Zuckern zu hoch
ist. Farblich und geschmacklich ist eine solche Ware nicht
akzeptabel. Es sollten daher keine Kartoffelsorten
verarbeitet werden, deren Zuckergehalt über 0,5 % liegt.
Eine gutaussehende Qualität erhält man nur aus Kartoffeln
mit wenig reduzierenden Zuckern (< 0,25 % i.d.S.). Um eine helle Färbung auch bei ungünstigen
Kartoffeln zu erreichen, kann man die Scheibchen auch 3
Minuten lang in eine heiße 0,25 %-ige Lösung von Ca Cl2
tauchen. Geschmack: Der Geschmack der Chips wird auch durch
das verwendete Pflanzenöl beeinflusst sowie durch die Würzung
(Paprika, Salz, Knoblauch usw.). Textur: Die Sorteneigenschaften der Kartoffeln
wirken sich auf die Textur (Konsistenz) der Chips aus. Knusprigkeit: Die Knusprigkeit wird durch die
Verdampfung des Wassers während des Frittierens erreicht.
Sie kann durch schlechte Verpackung und zu lange Lagerung
beeinträchtigt werden. Sortierung und Schälung von Chips-Kartoffeln Sortierung: Bevorzugt wird die Sortierung von 40 -
60 mm (kleinster Durchmesser der Kartoffeln). Kleinere
Kartoffeln erhöhen den Schälabfall, größere ergeben zu
große Scheiben, die leichter brechen können und sich
schwerer verpacken lassen. Schälung: Geschält wird in der Regel mit
Karborund-Maschinen, da z.B. Dampfschälung einen störenden
Kochrand um die Kartoffeln bilden kann. Die Ware wird nur
sehr oberflächlich geschält, so dass nur mit einem Schälabfall
von 6 bis 10 % gerechnet wird. Bei der Inspektion der geschälten
Kartoffeln werden dann meist nur noch faule und kranke
Kartoffeln aussortiert. Schneiden und Waschen der Scheiben Der Verlust beim Schneiden und Waschen
ist abhängig von der Schnittstärke, der Konsistenz und
Zusammensetzung der Rohkartoffeln. Mit 6 % und mehr muss
gerechnet werden. Schneiden: Erforderlich ist ein glatter Schnitt
mit einer Schnittstärke zwischen 1,2 und ca. 2,5 - 3,0 mm je
Scheibe. Dickere Scheiben brechen weniger schnell und nehmen
weniger Öl auf. Die in Becken-Friteusen hergestellten Chips
werden meist dicker geschnitten. Diese dicker geschnittenen
Chips ("handmade" Chips) erfreuen sich in den USA
und England bereits großer Beliebtheit. Waschen: Nach dem Schneiden werden die Scheiben
gründlich gewaschen, um die freiwerdende Stärke zu
entfernen. Stärke ist schädlich für das Öl.
Trocknen: Die gewaschenen Chipsscheiben sollten
vor dem Frittierprozess gut abtropfen oder in entsprechenden
Zentrifugen kurz vom anhaftenden Wasser befreit werden, da
sich trockene Scheiben besser und schneller frittieren
lassen. Durch zu nasse Ware kann das Frittierfett auch
leichter verderben. Frittieren: Bei Temperaturen zwischen ca. 140-180°
C werden die Chips in DORNOW-Beckenöfen (Groß-Friteusen)
oder in kontinuierlichen Durchlauffriteusen nach Entfernung
des Waschwassers frittiert. Die Frittierzeit ist stark abhängig
vom Feuchtigkeitsgehalt der Kartoffeln und vom noch
anhaftenden Waschwasser. Im allgemeinen rechnet man mit 2-3
Minuten. In einem Beckenofen ist der Frittiervorgang dann
beendet, wenn das Schäumen an der Oberfläche des Öles
aufhört. Salz und Geschmackstoffe Nachdem das anhaftende Öl abgetropft
und unschön aussehende Scheiben entfernt wurden, werden
Salz (1,5 kg - 2 kg pro 100 kg Chips) oder andere
Geschmacksstoffe wie Paprika, Zwiebel, Käse,
"Barbecue" usw. auf die noch warme Ware gegeben. Öl und Ölsorten Vorzugsweise wird Erdnussöl benutzt,
aber auch Mais- und Baumwollsamenöl. Kühlung: Abgekühlt werden Chips auf Spezial-Kühlbändern.
Die dünnen Scheiben kühlen verhältnismäßig schnell ab. In luftundurchlässiger Verpackung
bleiben die Chips mindestens 6 Wochen knusprig. Die Päckchen
sollten doppelwandig sein und nach Füllung in Kartons
gepackt werden. Kartoffelsorten: Die Kartoffeln sollten möglichst
gleichförmig sein, und, wie bereits erwähnt, in
Sortierungen von 40 - 60 mm eingekauft werden. Auch
andere Sorten sind geeignet. Mit Laborgeräten* kann man die Eignung im Kleinen prüfen. - Achtung, wenn wenig
Erfahrung mit der Rohware vorliegt: Nie zu große Mengen
einkaufen: Die Eigenschaften der Kartoffeln können sich während
der Lagerung ändern! Anpflanzung und Düngung: Frühes Anpflanzen mit vorgekeimten
Kartoffeln hat sich als günstig für den
Trockensubstanzgehalt der geernteten Ware erwiesen. Der Boden hat ebenfalls Einfluss auf
die Qualität der Kartoffeln. Lehmiger Boden wirkt sich
besonders günstig auf einen hohen Trockensubstanzgehalt
aus. Stickstoffdünger, auch starke Kalidüngung
erwiesen sich als ungünstig für den Trockensubstanzgehalt;
nicht dagegen Phosphatdüngung. Um
mit jeder Ernte eine möglichst gleichbleibende
Kartoffelqualität zu erhalten, erfolgt oft Vertragsanbau
der Kartoffeln. Dem Landwirt werden vertraglich bestimmte
Regeln auferlegt, die er während des Anbaus, des Wachstums
und der Ernte zu beachten hat. Zuckergehalt: Der Zuckergehalt der Kartoffeln sollte
möglichst niedrig sein. Die Höhe des Zuckergehaltes ist in
erster Linie sortenbedingt. Aber auch die Lagerung kann
unter ungünstigen Umständen zuckerfördernd sein. Eine
Sorte, die einige Zeit nach der Ernte sehr gute
Eigenschaften zeigt, kann zum Ende der Lagerzeit derartig
abbauen, dass sie nicht mehr zu Chips verarbeitet werden
kann. Rodung: Die Rodung der Chips-Kartoffeln sollte
erst geschehen, wenn die Ware völlig ausgereift ist. Lagerung: Die Lagertemperatur sollte zwischen 8
und 12° C liegen. Keimhemmungsmittel verhindern das Keimen
der Kartoffeln bei diesen Temperaturen. Durchschnittliche Zusammensetzung der Chips (ca. - Werte)
Artverwandtes Produkt Kartoffelsticks (Kartoffelstreifen,
Schnitt ca. 5 x 5 mm und ca. 40 - 50 mm lang) können mit
Chips verglichen und ähnlich hergestellt werden.
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